Wie wir anfingen

August 2013….

Durch eine sehr engagierte Lehrerin sammelten wir an meiner Schule in Backnang 2000€ für eine Schule in Indien.

August 2014….

Ich wurde von Father Allam eingeladen die Jubilee High School in Rayawarum, einem kleinen Dorf in Indien, zu besuchen

Nach ein paar Tagen bei Father Allams Gemeinde in Rentachintala zog ich zu Father Naveen nach Rayawarum. Schnell wurde mir klar, dass vieles, was mir bisher im Leben als so wichtig erschien, eigentlich überhaupt nicht von Bedeutung ist um wirklich glücklich zu sein.

Die Menschen hier leben in Bruchbuden zwischen Müll und Abwasser. Die meisten verdienen ihr Geld mit ihrer täglichen Arbeit auf dem Feld oder im Steinbruch (Rayavarum bedeutet übersetzt etwa: built from rock).

Da viele von ihnen nie zur Schule gegangen sind, wissen sie auch gar nicht, was zum Beispiel Sauberkeit überhaupt bedeutet. Sie leben eben einfach in den Tag hinein.

Ich habe viel Zeit bei den Kindern in der Schule, aber auch bei den Menschen im Dorf verbracht und habe gemerkt, dass sie trotzdem oder vielleicht gerade deswegen glücklich sind.

Dennoch fehlt es ihnen nach wie vor am Nötigsten. Sie haben nicht genug zum Essen und zu wenig Kleidung. Einige Kinder leben  hauptsächlich von der einen Mahlzeit, die es jeden Tag in der Schule gibt.

Eines Tages sagte die Englischlehrerin, die einzige Person, die außer dem Pfarre überhaupt Englisch sprechen konnte zu mir:

 „ Alisa, ich gebe jeden Monat anderen Leuten etwas ab, die weniger haben als ich, denn wenn wir anderen helfen, hilft Gott uns auch“.

Im ersten Moment dachte ich nur: „ Noch weniger? Das geht doch gar nicht!“ Doch dann wurde mir auf einmal klar, dass Gott mich geschickt hat um ihr zu helfen…..

 

Father Naveen und ich möchten gemeinsam Kindern in Rayawarum die Chance auf besseres Leben ermöglichen und sie vom Feld und aus den Steinbrüchen in die Schule zu holen.

Genauso wollen wir aber auch durch die Patenschaften den Kindern persönlich helfen. Denn keiner kann Leistung erbringen, wenn er nicht abends wieder nach Hause gehen kann.

 

 "Es ist wichtig, dass die Kinder zur Schule gehen, aber es ist auch wichtig, dass sie ein Zuhause haben in dem sie sich wohlfühlen, dieses zu Hause muss nicht so sein, wie wir es uns vorstellen, aber sie müssen sich wohlfühlen."


Die momentanen Lebensumstände können wir nur durch „Hilfe zur Selbsthilfe“ ändern. Das heißt, die Kinder müssen selbst in der Schule lernen, Müll nicht einfach auf die Straße sondern in den Mülleimer zu werfen und es hilft gar nichts, wenn wir den Müll einfach aufräumen. Nur so können sich seit Generationen fortsetzende Lebensgewohnheiten ändern.




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Alisa Willing Letter for Project.pdf
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Fr. T. Bala Naveen Willing Acceptence L
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