Jubilee High School Rayawarum

 Die Schule beginnt für jedes Kind mir der morgendlichen „Assembly“ um 9 Uhr. Hierbei singen die Kinder die Nationalhymne und beten gemeinsam. Darauf folgen vier Unterrichtsstunden mit kurzen Pausen bis zur Mittagspause um 12.15 Uhr. Alle erhalten am Tag einen Teller Reis mit Currysoße. Dann haben die Kinder bis 17.00 Uhr Nachmittagsunterricht. Sie bleiben allerdings alle bis 18 Uhr um Schularbeiten zu machen. Danach gehen alle Kinder nachhause. Um 19.00  Uhr kommen sie wieder zurück und machen bis um 21.30 unter Aufsicht der Lehrer Schularbeiten. Zuhause lernen die Kinder nicht für die Schule, weil die meisten dort keinen Platz haben um in Ruhe zu arbeiten.

Die Jubilee High School ist keine staatliche Schule. Sie existiert allein durch die Investitionen von Father Naveen. Leider können die Lehrer nicht alle regelmäßig unterrichten, da sie das freiwillig machen und davon nicht leben können. Sie haben oft noch andere Arbeit zu tun und die Schüler lernen dann allein für sich.

 

Das rund 100 Jahre alte Schulgebäude der Juiblee High School konnte dank des Geldes des Max-Born-Gymnasiums in Backnang deutlich aufgebessert werden. Es besitzt nun endlich richtige Fenster, die sich öffnen und schließen lassen. Außerdem wurde das Gebäude neu gestrichen und einige Wände wurden mit anschaulichen Abläufen für den Biologieunterricht bemalt.


Schulhaus vor und nach der Renovierung

 

Vom Rest des Geldes aus dem Projekt 2013 haben wir Spiele für die Kinder gekauft. Kaum einer beisitzt Brettspiele wie zum Beispiel Schach. Dieses Spiel ist in Indien sehr beliebt, da die Kinder hierdurch angehalten werden sich Problemen zu stellen und sie zu lösen.


Schüler beim Schachspielen vor der Schule

 

Durch das Schulprojekt 2014 haben wir Batterien angeschafft. Stromausfälle sind in Indien keine Seltenheit. Wenn es regnet, wird der Strom absichtlich ausgeschaltet, da Leitungen zu unsicher sind. Dies kommt in der Regenzeit sehr häufig vor. Der Strom wird vor allem für die Deckenventilatoren benötigt, da es fast das ganze Jahr über unerträglich heiß ist. Und natürlich für Licht, da es jeden Tag bereits um 18 Uhr dunkel wird.

 



Es fehlt natürlich dennoch einiges. Zum Beispiel befinden sich immer noch keine hygienischen Toilettenanlagen auf dem Campus, sodass die Kinder außerhalb zur Toilette gehen, was die Sauberkeit des Dorfes natürlich nicht gerade verbessert.