Rayawarum - Athmakur – Polepally

 

Das Leben in Rayawarum hält sich sehr einfach einfach.  Die Eltern sind meist den ganzen Tag auf dem Feld, um Reis, Baumwolle oder Chilli anzubauen, zu ernten und zu verkaufen. Manche arbeiten auch im Steinbruch. Ihre Häuser bauen sie aus den selbst herausgebrochenen Steinen. Rayawarum bedeutet auf Englisch etwa: built from rock. Den Rest der Steine verkaufen sie. Diese werden unter anderem auch für sehr wenig Geld  nach Europa exportiert.

Doch all das reicht wenn überhaupt nur geradeso zum Leben.

Die Lehrer zum Beispiel verdienen 31€ im Monat. Obwohl Lebensmittel und Kleidung  hier billiger sind als bei uns ist das natürlich immer noch zu wenig um ein einigermaßen normales Leben führen zu können.

 

Seit Mai 2012 lebt Father Naveen in Rayavarum und setzt sich für das Wohlergehen der Menschen im Dorf ein. Sein Bemühen gilt ebenfalls den Kindern in den benachbarten Dörfern: Athmakur und Pollepally. Dank seines Einsatzes können nun auch Kinder aus diesen Dörfern auf die Jubilee High School in Rayavarum gehen. Ein kleiner Schulbus bringt sie jeden Tag hin und zurück.

Früher sind die meisten Kinder in diesen Dörfern nach der Grundschule oft gar nicht weiter zur Schule gegangen, weil sie einfach nicht die Möglichkeit dazu hatten. Und deshalb haben natürlich ihre Kinder heute auch nicht viel mehr Möglichkeiten.

Diese Lebenszustände können sich nur verbessern, wenn alle Kinder zur Schule gehen. Aber um Leistung zu erbringen brauchen sie natürlich auch ein zu Hause, in dem sie sich wohlfühlen.

 

Kultur

Kultur ist von großer Bedeutung in Indien. In den Dörfern tragen Mädchen und Frauen niemals Hosen. Mädchen und Jugendliche tragen Punjabi-Kleider, veheiratete Frauen nur Saris.                                                                        Auch  Gastfreundschaft ist von spielt eine wichtige Rolle. Egal wo man in Indien zu Besuch ist, man bekommt immer viel zu Essen angeboten ,oft auch ein Geschenk. Die Menschen sind alle sehr freundlich und offen gegenüber Fremden und neuen Dingen. Viel mehr als in Deutschland.

In Rayavarum leben sehr viele Christen, einige gehen sogar jeden Tag zum Gottesdienst. Die meist verbreitete Religion in Indien ist jedoch der Hinduismus, der hier seinen Ursprung hat. Einst war er ein Sammelbegriff für die Religionen Indiens, da es Einwanderern  nicht auffiel, dass es sich um verschiedene Religionen handelte, weil alle so friedlich miteinander lebten. Deswegen haben Hindus nicht nur einen, sondern viele Götter.   

Die Hindu-Religionen verfügen weder über ein gemeinsames Glaubensbekenntnis noch über eine zentrale Institution, die Autorität für alle Hindus hätte. Nur einzelne Richtungen gehen auf einen bestimmten Gründer zurück. Letztlich besteht  der Hinduismus aus verschiedenen Religionen, die sich teilweise mit gemeinsamen Traditionen überlagern und gegenseitig beeinflussen.

Die meisten Gläubigen gehen davon aus, dass Leben und Tod ein sich ständig wiederholender Kreislauf ist und glauben an eine Wiedergeburt.

 Hindu Gott Lord Ganesh
Hindu Gott Lord Ganesh